Widder-Mond & Kapuzinerkresse
Wenn im September der Sommer langsam dem Herbst Platz macht, leuchtet sie in vielen Gärten noch einmal besonders schön: die Kapuzinerkresse. Mit ihren kräftig orangefarbenen, roten und gelben Blüten ist sie kaum zu übersehen.
Doch hinter ihrer hübschen Erscheinung steckt ordentlich Temperament. Ihre Blätter und Blüten überraschen mit einem würzig-pfeffrigen, leicht scharfen Geschmack – und genau diese Mischung aus Leuchtkraft, Schärfe und unbändiger Lebensfreude macht die Kapuzinerkresse zu einer wunderbaren Begleiterin für den Widder-Mond.
Der Widder ist das erste Zeichen des Tierkreises und wird von Mars regiert. Seine Energie steht für Aufbruch, Tatendrang, Mut, Spontaneität und die Lust, etwas in Bewegung zu bringen.
Und die Kapuzinerkresse?
Die hält sich ebenfalls nicht lange zurück.
Einmal an einem passenden Standort angekommen, wächst sie kräftig, bildet lange Triebe und breitet sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit aus. Ihre leuchtenden Blüten wirken beinahe wie kleine Feuerfunken zwischen den grünen Blättern.
Auch ihr Geschmack passt zur Widder-Energie: würzig, pfeffrig und direkt.
So treffen sich Pflanze und Mondzeichen in einigen schönen Eigenschaften:
Die Kapuzinerkresse erinnert uns daran, nicht immer nur abzuwarten, sondern manchmal einfach loszulegen – ganz im Sinne des Widders.
Die Kapuzinerkresse gehört zu den Pflanzen, an denen wir uns häufig noch bis weit in den September und Oktober erfreuen können. Bei mildem Wetter wächst und blüht sie oftmals bis zum ersten Frost.
Das Schöne daran: Fast die gesamte oberirdische Pflanze lässt sich kulinarisch verwenden.
Geerntet werden können:
Blätter und Blüten erntest du am besten an einem trockenen Vormittag, nachdem der Tau abgetrocknet ist.
Die Blüten sollten frisch und unbeschädigt sein. Wenn du sie essen möchtest, schüttle sie vorsichtig aus und kontrolliere sie auf kleine Insekten.
Wichtig: Verwende nur Kapuzinerkresse, die eindeutig bestimmt und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde.
Kapuzinerkresse findet man häufig:
Sie liebt helle bis sonnige Standorte und ist eine wunderbare Pflanze für den naturnahen Garten.
Wer sie einmal ausgesät hat, entdeckt im nächsten Jahr manchmal sogar von selbst wieder neue Pflänzchen.
Hier wird es für unsere Kräuterküche besonders spannend, denn Blätter, Blüten und unreife Samen lassen sich unterschiedlich einsetzen.
Zum Beispiel für:
Kapuzinerkresse wird nicht nur wegen ihres Geschmacks geschätzt. Sie enthält unter anderem Senfölglykoside, die für ihre typische Schärfe verantwortlich sind, sowie Vitamin C und weitere Pflanzenstoffe.
Hinweis: Kräuter und Wildpflanzen können eine abwechslungsreiche Ernährung bereichern, ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung. Bei Unverträglichkeiten, Erkrankungen, Schwangerschaft oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die Verwendung größerer bzw. therapeutischer Mengen vorher fachlich abgeklärt werden.
Der Widder-Mond möchte nicht ewig überlegen.
Er fragt: Was möchtest du endlich beginnen?
Nimm eine Blüte der Kapuzinerkresse in deine Hand und betrachte ihre kräftige Farbe.
Überlege dir eine Sache, die du schon länger vor dir herschiebst.
Keine zehn Dinge.
Nur eine.
Frage dich:
„Was ist der kleinste Schritt, den ich heute dafür tun kann?“
Und dann tu genau diesen einen Schritt.
Das ist Widder-Energie. Nicht darauf warten, bis alles perfekt vorbereitet ist – sondern den Anfang wagen.
Der Widder-Mond bringt Bewegung in unsere Gefühlswelt. Wir können spontaner reagieren, schneller Entscheidungen treffen und verspüren häufig mehr Lust, selbst aktiv zu werden.
Doch Feuer braucht eine Richtung.
Die Kapuzinerkresse kann uns symbolisch daran erinnern, unsere Kraft nicht zu zerstreuen, sondern sie für das einzusetzen, was uns wirklich wichtig ist.
Ihre leuchtenden Blüten sagen beinahe:
Zeig dich. Trau dich. Fang an.
Manchmal entsteht der richtige Weg nämlich erst, während wir ihn gehen.
„Ich vertraue meiner Kraft, folge meinem inneren Feuer und habe den Mut, den ersten Schritt zu gehen.“
Ein spätsommerlicher Kartoffelsalat mit Radieschen, roten Zwiebeln und frischer Kapuzinerkresse. Das würzige Honig-Senf-Dressing und die leicht pfeffrige Schärfe der Kapuzinerkresse bringen genau das richtige kleine Feuer für den Widder-Mond ins Gericht.
500 g kleine festkochende Kartoffeln
5–6 Radieschen
½ kleine rote Zwiebel
1 kleine Handvoll Kapuzinerkresseblätter
5–6 Kapuzinerkresseblüten
1 EL gehackte Petersilie
Salz & Pfeffer
Für das Dressing:
2 EL Olivenöl
1½ EL Apfelessig
1 TL Honig
2–3 EL warmes Kartoffelwasser
Salz & Pfeffer
1. Kartoffeln kochen
Kartoffeln mit Schale gar kochen. Etwas Kochwasser auffangen, anschließend die Kartoffeln kurz ausdampfen lassen und noch warm halbieren oder in dickere Scheiben schneiden.
2. Gemüse vorbereiten
Radieschen in feine Scheiben und die rote Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Kapuzinerkresse vorsichtig waschen und trocken tupfen. Die Blätter in feine Streifen schneiden. Die schönen Blüten zunächst
beiseitelegen.
3. Dressing anrühren
Olivenöl, Apfelessig, Senf und Honig verrühren. Etwas warmes Kartoffelwasser dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Alles verbinden
Das Dressing über die noch warmen Kartoffeln geben und vorsichtig vermengen. Radieschen, Zwiebeln, Petersilie und die geschnittenen Kapuzinerkresseblätter unterheben. Einige Minuten ziehen
lassen.
5. Anrichten
Erst unmittelbar vor dem Servieren die Kapuzinerkresseblüten darauf verteilen. So bleiben ihre kräftigen Farben besonders schön erhalten.
Ein Gemüsehobel ist hier perfekt für Radieschen und Zwiebeln. Damit werden die Scheiben schön gleichmäßig und fein – und die würzigen Zutaten verteilen sich besser im Kartoffelsalat.
Kapuzinerkresse, Radieschen und Senf bringen eine pfeffrige, leicht scharfe Würze mit. Genau dieses kleine Feuer lässt sich wunderbar mit der temperamentvollen Mars-Energie des Widders verbinden. Die leuchtend orangefarbenen und roten Blüten unterstreichen das Ganze sogar optisch: Ein Gericht, das nicht still in der Ecke stehen möchte.
Während du den Salat zubereitest, frage dich:
„Wo möchte ich nicht länger warten, sondern endlich den ersten Schritt machen?“
„Ich vertraue meiner Kraft, folge meinem inneren Feuer und gehe mutig meinen nächsten Schritt.“
Würzig, leicht pfeffrig und herrlich aromatisch – die Kapuzinerkresse-Kräuterbutter schmeckt wunderbar zu frischem Bauernbrot, Ofenkartoffeln oder gegrilltem Gemüse.
Zutaten:
125 g weiche Butter
5–6 Kapuzinerkresseblätter
3–4 Kapuzinerkresseblüten
1 EL fein gehackte Petersilie
1 TL Zitronensaft
etwas Salz & frisch gemahlener Pfeffer
Kapuzinerkresseblätter und Blüten vorsichtig waschen, gut trocken tupfen und fein hacken. Mit Petersilie und Zitronensaft unter die weiche Butter rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Butter auf ein Stück Backpapier geben, zu einer Rolle formen und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.
Tipp: Ein paar fein geschnittene orangefarbene Blütenblätter erst ganz zum Schluss unterheben. So bekommt die Butter hübsche Farbtupfer und sieht beim Anschneiden besonders schön aus. Am besten frisch genießen und gekühlt aufbewahren.
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